Evangelium vom 12. Sonntag im Jahreskreis (20. Juni)

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.

Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.

Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

(Markusevangelium 4,35-41)

Hier lesen Sie das Evangelium in "Leichter Sprache"

Immer wieder Wüste!

Wenn ich an biblische Erzählungen denke, dann denke ich automatisch an die Wüste. An einen Ort, an dem ich selber schon war und der mich nachhaltig beeindruckt und zugleich durch seine Kargheit auch bedrückt hat.

In der biblischen Erzählung ist die Wüste sowie die Erfahrungen in ihr und mit ihr ein zentrales Element. Dies hat zum einen mit den örtlichen Gegebenheiten zu tun, zum anderen mit der darin verbundenen Tiefendimension dieses Motives. So ist die Wüste Lebensort, Rückzugsort und Ort der Gottesbegegnung.

So flieht schon der Prophet Elija hinaus in die Wüste und erlebt dort eine gewaltige Gottesbegegnung (1 Kön 19). In dieser Tradition steht auch Johannes der Täufer, dessen Gedenktag wir am 24. Juni feiern und der in der Wüste lebte, bis der Auftrag Gottes an ihn erging (Lk 1,80).

Doch was hat das Bild der Wüste mit unserer schönen Allgäuer Landschaft zu tun? Die Wüste ist ein Ort an dem ich wenig Ablenkung habe, ein Ort an dem ich ganz auf mich gestellt und mit mir selbst konfrontiert bin. Ich muss mich mit mir auseinandersetzen, mit den kleinen und großen Fragen des Lebens, mit der Endlichkeit und somit auch mit Gott. Vielleicht ist es aber auch dieser Moment, in dem der Alltag entschwindet und ich dadurch Gottes Stimme zu Gehör bekomme.

In meiner persönlichen Wüste darf ich sein, wie ich bin, und mich in die Tradition des Propheten Elija und Johannes des Täufers stellen und von Gott meine Berufung, meine Lebensaufgabe empfangen. Trauen wir uns immer wieder zu, uns unserem Gott bewusst auszusetzen, gemeinsam mit ihm in die Wüste zu fliehen und ihm zu begegnen, uns berühren zu lassen und unsere Berufung zu
festigen.

Georg Wößner, Jugendseelsorger

 

 

 

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