Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis (02.10.2022)

In jener Zeit baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen.

Wenn einer von euch einen Knecht hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Komm gleich her und begib dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Knecht, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?

So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

(Lukasevangelium 17,5-10)

Hier lesen Sie das Evangelium in Leichter Sprache

Hinschauen - entdecken - staunen - danken (Erntedank)

Im „Gotteslob“ (Nr. 9,3) findet sich dieses Dankgebet:

Lieber Gott,

du hast uns als deine Kinder geschaffen.

Du hast uns Augen geschenkt,

mit denen wir viele wunderbare Dinge

jeden Tag neu entdecken können.

Du hast uns Ohren geschenkt,

mit denen wir von dir hören können.

Du hast uns einen Mund geschenkt,

mit dem wir von dir erzählen können.

Du hast uns Füße geschenkt,

mit denen wir auf andere zugehen können.

Danke, dass wir deine Kinder sein dürfen.

Ein Gebet in einfacher, ja kindlicher Sprache – verfasst von Eltern und Kindern einer Familie. Anders als die manchmal umständlich formulierten Gebet unserer Liturgie. Schon beim ersten Lesen verständlich. Und ich denke mir: Vielleicht ist es genau das! Vielleicht müssen wir genau diese paar Schritte zurücktreten von unseren ach so klugen Gedanken über Gott und die Welt, die wir gerne in schwierige Worte kleiden, die vielen doch schon lange nichts mehr sagen.

Ich glaube, wenn wir zu einer ehrlichen Haltung des „DANKENS“ zurückfinden wollen, hilft es diese Schritte zu tun – weg vom Zwang der „Selbstoptimierung“ und des „Alles-unter-Kontrolle-Habens“. Ja, in gutem Sinne „Kind“ sein. Gotteskind. Hinschauen, entdecken, staunen, danken.

Das löst sicher nicht alle meine Probleme und auch nicht die Probleme unserer Welt. Dafür müssen wir schon auch anpacken und vernünftige Entscheidungen treffen, „erwachsen“ handeln.

Aber es hilft doch vielleicht dabei, meinen Blick nicht zu verengen auf als das Ungelöste und Unerlöste, um am Ende gar zu Verbittern oder zu Verzweifeln.

Warum nicht morgens aufstehen und vor allem anderen, was der neue Tag von mir noch verlangt, erst einmal meinem Gott und Schöpfer „DANKE“ sagen?

Auch das Erntedankfest am 2. Oktober mag hierfür ein guter Anlass sein.

Als Gotteskinder grüßt Sie

Robert Schilk, Pastoralreferent und Klinikseelsorger 

 

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