Evangelium vom 2. Fastensonntag (28. Februar)

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.

Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.

Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.

Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

(Markusevangelium 9,2-10)

Hier lesen Sie das Evangelium in "Leichter Sprache"

Fasten in einer Zeit des Verzichts

Mit dem Aschermittwoch beginnen in jedem Jahr die vierzig Tage der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Im deutschen Sprachraum ist für diese Besinnungs- und Bußzeit die Bezeichnung „Fastenzeit“ gebräuchlich. Damit konzentriert sich der Blick vieler Menschen vor allem auf die Form des leiblichen Fastens, das wiederum an das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste anknüpft.

In diesem Jahr allerdings steht die Fastenzeit für viele unter anderen Vorzeichen. Während sonst um diese Zeit gerne für „Sieben Wochen ohne“ geworben wird, üben wir uns gerade schon seit Monaten im Zwangsverzicht. Die Einstellung der allermeisten Menschen ist gerade eine ganz andere. Nach monatelangen Geschäftsschließungen, Urlaubsverzicht und Kontaktbeschränkungen sehnen wir uns nicht nach „weniger“, sondern wieder nach „mehr“. Ob und wie das gelingen kann, ist heftig umstritten und bisweilen Auslöser für Ärger und Enttäuschung. Und da soll in dieser Zeit noch gefastet werden? Noch weniger geht doch kaum!

Richtig verstanden ist Fasten allerdings mehr als bloß Verzicht und Entsagung. Eigentlich soll es die eigene Neubesinnung auf das Wesentliche unterstützen. Ein solches Fasten bezeichnet der Benediktinerpater Anselm Grün als „Beten mit Leib und Seele“. Dafür finden sich auch Vorbilder in anderen Religionen. Mahatma Gandhi beispielsweise hat aus innerer religiöser Überzeugung zur Klärung gesellschaftlicher Probleme gefastet. Fasten ist im Gegensatz zum Hungerstreik oder der Zwangsdiät niemals gegen etwas oder jemanden gerichtet, sondern immer für etwas oder jemanden – etwa zur inneren Läuterung oder zur Klärung von Beziehungen. Dahinter steht der Sinn, das eigene Verhältnis zu Gott und den Mitmenschen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Gerade deswegen steht in der christlichen Praxis das Fasten nie alleine, sondern ist stets verbunden mit dem Gebet und dem Almosengeben. Gebet und Almosengeben – das könnten in diesem Jahr unsere Leitgedanken für die österliche Bußzeit sein, damit wir über unseren eigenen Sorgen nicht Gott und unsere Nächsten aus dem Blick verlieren.

Ihr
Vikar Sebastian Tanneberger

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