Mai – „O mei, was ist denn los da draußen?“

Nicht nur die nahende Sommerzeit ist zum Wachsen und Reifen da.
O mei, was ist denn los da draußen?
– Hat sich durch Ostern - Christi Himmelfahrt – Pfingsten was verändert?

„Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Dieser letzte Satz aus dem Matthäusevangelium möchte uns Zuversicht schenken und auch ermuntern hinauszugehen
und in der Welt hinzustehen.

In der Apostelgeschichte (1,6-11) geht es weiter – bis in unsere Tage: Die Freunde Gottes stellen Fragen wie: „Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich Gottes wieder her?“ Der Auferstandene verspricht Gottes Beistand und gibt einen Ausblick: „Aber ihr werdet Kraft empfangen… und dann werdet ihr meine Zeugen sein … bis an die Grenzen der Erde!“ Dann ward ER nicht mehr gesehen. „Während sie unverwandt IHM nach zum Himmel emporschauten“ hörten sie: „Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“

Tja. Liebe Freunde Gottes damals wie heute: He, ihr! Ihr habt hier und jetzt einen Auftrag! Sucht die Spuren Gottes - bei Menschen und der Schöpfung und dann seid da draußen Gottes Zeugen der Liebe und des Friedens.

Natürlich ist das kein leichtes Unterfangen – schon gar nicht in dieser Zeit. Dennoch habt ihr diesen verantwortungsvollen Auftrag in allen erdenklichen Situationen des alltäglichen Lebens und Arbeitens an allen verschiedenen Orten und Zeiten der Welt – bis an die Grenzen der Welt.

Oh mei, wie sollen wir das bloß schaffen?

Gottes Versprechen gilt. Heiliger Geist ist Kraft und Mut. Und da, wo nötig. Und immer überraschend und anders. Mehr als wir uns ausdenken und planen können. Das Leben mit Gott ist nicht als ein einfaches versprochen – das Paradies gibt es erst in der Ewigkeit.

O mei, warum ist das so schwer zu verstehen?

Wir stehen auch in der Versuchung, die Türen und Herzen zuzumachen wie die Jüngergemeinde vor 2000 Jahren. Wäre es nicht einfacher, sich abzukapseln, einzuigeln, sich wohnlich einzurichten in kleinen Grüppchen? Denn wer lebt schon gern mit Verunsicherungen, Unsicherheiten, Heimatlosigkeit, dauerndem Hinterfragtwerden, Überforderung, Bedrohungen von außen und innen, Gewalt, Terrorismus, Flucht, Handelskriegen…? Hilflosigkeit, Leere, Vereinzelung, Einsamkeit, Überforderung, Müdigkeit, Machtlosigkeit, Ohnmacht sind Folgen von Globalisierung und Digitalisierung und neuer größenwahnsinniger Weltpolitisierer der Respektlosigkeit und der Wertlosigkeit, der vielen Schnäppchenhascherei.

Da haben mich letztens eine paar Worte einer Predigt aufgerüttelt: „Betreutes Wohnen ist im Geistlichen nur eine Zeitlang angesagt: raus – wachsen – reifen – Frucht bringen. Nach der Zeit des Behütetseins heißt es trotz Wachstumschmerz und Magerkost zu sich selber kommen und selbstbewußt, ja gottesbewußt das geschenkte Leben verantwortlich zu leben und so den Auftrag des Friedensbringers auch im Alltag, in der Umwelt und in der Gesellschaft mitzugestalten: Heimat im Haus der Zeit für alle. Alle sind wir Gottes geliebte Söhne und Töchter.

O mei! Denn das gilt für immer und ewig im Hören und im Handeln: „Friede sei mit euch! – Schalom!“

Eine handgeschriebene Karte mit den Wort „GOTT GEHT MIT“ hat den im April loslassen müssenden Schwestern von St. Maria Trost gespendet – mit dem Brot der Nähe und Gegenwart Gottes. Auch bei „Orte des Zuhörens“ steht auf der weit sichtbaren Fahne im Freien: „Wir hören Ihnen gerne zu – weil GOTT MIT UNS IST.“

Liebe Freunde Gottes, wir sind so unterschiedlich und doch gehören wir zusammen: Fromme und weniger Fromme, Enge und Weitere, Kleinkarierte und Großkopfete, Suchende und Satte, Durstige und Überdrüssige, Fantasten und Realisten,...

... uns allen gilt die Zusage Gottes: „FRIEDE SEI MIT EUCH!“

O mei, was ist denn los da draußen?

Gehet und bringet – ja vor allem LEBET und „suchet den Frieden“ und nehmet so den Auftrag und die Verantwortung in Gottes Welt an.

Ich wünsche Ihnen friedvolle pfingstliche Tage

Elisabeth Dieing, Gemeindereferentin

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