Leben: Wie sieht's aus?

 „Alles gut!“ -  ja das wär‘s. Der zurzeit oft gehörte Spruch „Alles gut“ ist vielleicht jugendlicher Unbekümmertheit oder der Hoffnung geschuldet. Es ist nicht alles gut - ja kann es in irdischer Beschränkung und Unerlöstheit auch nicht sein. 

Das „Dazwischen“ hört sich oft so an: „Es geht schon“ und man denkt mit: „Ich halt das aus“ und „es könnt ja noch schlimmer sein.“

Verletzungen und Verwundungen im Leben der Menschen - und auch Ausbeutung der Natur - sind Realität. Sie können teilweise heilen und verheilen. Manches vernarbt und blutet nicht dauernd, über manches wächst neues Gras, manches wird in Watte gepackt, manches wird unter den Teppich gekehrt oder in die Ecke verbannt oder als „ist mir zu kompliziert und viel zu weit weg, geht mich nichts an, davon will ich nichts wissen, kann ich doch eh nichts machen“ ohnmächtig aus dem Blick geschoben, verdrängt und vergessen und wieder andere können sich deswegen radikalisieren.

Verletzungen der Würde und der Menschenrechte, der Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung passieren überall - auch im eigenen Haus und Land, im Regenwald, in Afrika, in Syrien … und auch innerhalb der Kirche.

Die katholische Kirche in Deutschland hat einen synodalen Weg begonnen. Mir scheint ein Ringen wichtig bei allem Not-wendigen: „Wo und wie kann Gottes Liebe aufscheinen, verändern und heilen, wenn manche Macht zu viel Raum einnimmt?“

Seit 50 Jahren machen katholische Frauen in Deutschland am ersten Freitag im März beim weltweiten Weltgebetstag der Frauen mit, schaffen Verbindungen zwischen den Kirchen und schärfen den Blick aus der Sicht von Frauen für Benachteiligte in den verschiedenen Ländern. Wie passend dazu das diesjährige Motto aus Simbabwe: „Steh auf und geh!“

Gott ist es, der sagt: „Du, ich bin mit dir! Ich halt es mit dir aus! Du bist meine geliebte Tochter, mein geliebter Sohn! Ich habe dir und allen „Leben in Fülle“ verheißen. Komm zu mir und kehr um. Steh auf für das Leben!“

Jesus hat das neue Leben eröffnet - auf Erden in der Zeit und im Himmel auf ewig. Das ist doch ein Einstieg in der Fastenzeit mit Blick auf Ostern! Schauen wir mit Gottes liebevollem Blick auf uns und unsere Welt und Kirche? Auf die Hilfsbedürftigen?  Umkehr als Hinwendung zur Bewusstheit Gottes will unser Handeln, Denken, Mitfühlen prägen: „Christus hat keine Hände nur unsere Hände um heute zu handeln, um heute Gerechtigkeit - Frieden - Achtsamkeit - Gleichberechtigung - ...  zu schaffen.

Wie sieht’s aus? Ich hoffe mehr sagen zu können als „es geht“.

In geschwisterlicher Verbundenheit wünsche ich uns allen eine gute Fastenzeit!

Gemeindereferentin Elisabeth Dieing

 

 

 

 

Aktuelles

Die nächsten Gottesdienste
Kirche St. Martin Mittwoch, 26. Februar, 09.00 Uhr
Kirche St. Martin Mittwoch, 26. Februar, 10.00 Uhr
Kirche St. Petrus Mittwoch, 26. Februar, 19.00 Uhr
Kirche St. Andreas Mittwoch, 26. Februar, 19.00 Uhr
Kirche St. Ulrich Mittwoch, 26. Februar, 19.00 Uhr
...weitere Gottesdienstzeiten
Suizid - Gegen eine Mauer des Schweigens

Veranstaltungsreihe von AGUS, Stadt, Kirchengemeinden und Erwachsenenbildung ...mehr

Trauerweide 03.03.2020

Ein Ort der Begegnung für Trauernde ...mehr

Kirchengemeinderatswahl am 22. März 2020

Hier finden Sie die Kandidatinnen und Kandidaten von St. Ulrich ...mehr

Kirchengemeinderatswahl am 22. März 2020

Hier finden Sie die Kandidatinnen und Kandidaten von St. Petrus ...mehr