Gedanken zum Advent

Jeder von ihnen kennt das Wort „Advent“. Jeder von ihnen weiß, wann der „Advent“ beginnt und wann er endet. Gut, ok, dann könnte ich mit meinem geistlichen Impuls hier schon aufhören und einen Punkt machen? Aber, ich habe da doch noch ein paar Fragezeichen!
Was heißt das Wort „Advent“? Es kommt vom Wort „adventus“ eigentlich „adventus domini“ und heißt „Ankunft des Herrn“. Wir erwarten die Ankunft des Herrn: Jahr für Jahr warten wir darauf und feiern dann an Weihnachten diese Ankunft des Kindeleins in der Krippe! Früher haben die Menschen in dieser Zeit, ähnlich wie vor Ostern, gefastet um sich auf dieses besondere Ereignis vorzubereiten und sich ganz auf die Ankunft einlassen zu können. Heute besteht das Einlassen auf das Ereignis zum größten Teil in der Sorge, niemanden beim Geschenkeinkauf zu vergessen. Entsprechend wenig Zeit und Muße können wir für das eigentliche Thema aufbringen: „Gott sendet seinen Sohn in diese Welt um uns zu erlösen, um uns zu heilen, um mit uns Gemeinschaft zu teilen, um mit uns Brot zu teilen“. Und darauf sollten wir vorbereitet sein. Es macht Sinn, sich immer wieder auf dieses Ereignis einzulassen. Sich in diesem Sinne adventlich zu besinnen. Wenn ich Gäste erwarte, dann stelle ich mich darauf ein: Einkauf, Tisch decken, kochen…
Dieser Jesus kommt zu uns und „befreit uns von aller Schuld“. Jesus kommt nicht einfach so zum Essen vorbei. Nein, er hinterlässt eine Botschaft, die Evangelium heißt und derer wir uns immer wieder vergewissern dürfen. Und wenn ich diese Botschaft lese, dann weiß ich, dass die Geburt Jesu, dass diese Ankunft für uns Menschen Hoffnung sein kann: Hoffnung, dass unser Leben Sinn macht, und dass es Sinn macht, sich für das Gute einzusetzen, und dass es Sinn macht, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, weil wir mit Jesus jemanden haben, der mit uns ist.
Und noch etwas: Jesus kommt als Mensch, als verletzliches Kind zu uns. Auch wir können uns im Advent unserer Verletzlichkeit bewusst werden. Souveräne, stolze, perfekte Menschenkinder werden wir in der Bibel selten finden. Es geht um den Umgang mit unseren Schwächen und mit unseren Verletzlichkeiten. Und gerade diese treten oft in stressigen Zeiten, so wie im Advent zutage! Daher ermuntere ich sie, dass sie sich gerade in dieser Zeit, in der wir uns auf die „Ankunft des Herrn“ freuen dürfen, ganz fest vornehmen mit sich und mit anderen nicht so hart ins Gericht zu gehen. Sondern sich selbst, all ihren Schwächen liebevoll zu begegnen. Und dann wird es ihnen auch leichter fallen, Fehler, Schwächen und Verletzlichkeiten bei ihrem Gegenüber liebevoll zu begegnen.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen eine gesegnete Adventszeit!
Ihr

Diakon Philipp Groll

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