Herzlich Willkommen auf der Homepage der katholischen Seelsorgeeinheit Wangen im Allgäu!

Zur Seelsorgeeinheit Wangen im Allgäu gehören sechs selbstständige Kirchengemeinden mit ihren jeweiligen Gottesdienstorten. Mit ungefähr 14 000 Katholiken gehört sie zu den größeren Seelsorgeeinheiten der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Für unsere Homepage haben wir einen Gesamtüberblick gewählt. Sie befinden sich auf der Eröffnungsseite (Home). Links von dieser Seite sehen Sie die „icons“, über die Sie zu den Informationen der einzelnen Kirchengemeinden kommen. Oben finden Sie Rubriken, welche die ganze Seelsorgeeinheit betreffen.

 

 

 

Evangelium vom 16. Sonntag im Jahreskreis (23. Juli)

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zum Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Weizen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich zu den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündeln, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hoch gewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreiche ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.

Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt wird und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

(Matthäusevangelium 13,24-43)

Hier lesen Sie das Evangelium in "Leichter Sprache"

Video "Mein Sonntagsevangelium"

 

Die Entdeckung der Gelassenheit – oder: Entscheidungen reifen lassen können

So sehr wir uns das manchmal auch wünschen, und so einfach es doch oft wäre, aber das Leben lässt sich nicht immer in schwarz und weiß, in gut und böse, in richtig oder falsch einteilen. Vieles spielt sich
im Zwischenbereich ab: Nicht Schwarz-Weiß, sondern eher verschiedene Graustufen. Oder – vielleicht ein schöneres Bild – im Bereich des „Bunten“, in verschiedenen Farbstufen. So bunt und so unterschiedlich wie wir Menschen eben sind.

Das heißt nicht automatisch, dass es kein „Richtig und Falsch“, kein „Gut und Böse“ mehr gibt. Aber die Grenzziehung zwischen beiden ist nicht immer so klar und eindeutig, wie es auf den ersten Blick oft scheint. Gerade bei ethischen Fragestellungen wird dieses Spannungsfeld besonders deutlich. Etwa bei der Frage nach lebenserhaltenden Maßnahmen von Todkranken (künstliche Ernährung, Beatmung…). Da stellt sich die Frage: Wo wird Leiden unnötig verlängert? Aber auch: Wo maßt sich jemand an, Herr über (sein) Leben und (seinen) Tod zu sein?

Das Beispiel zeigt, dass wir Entscheidungen treffen müssen, ob wir wollen oder nicht. Wir können uns nicht – unendlich lange – alle Türen offen halten. Weil aber jede Entscheidung Konsequenzen hat, ist es ein legitimes Anliegen, zur bestmöglichen oder zumindest zu einer guten Entscheidung zu kommen.
Genau dieses Anliegen hat auch das Evangelium vom 23. Juli (Mt 13,24-30) – das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen.

Was die Einheitsübersetzung mit „Unkraut“ wiedergibt, ist in Wirklichkeit der sog. „Taumellolch“. Ein Kraut, das dem Weizen zum Verwechseln ähnlich sieht, solange der noch keine Ähren hat.
Eine weitere Tücke: die Wurzeln von Taumellolch und Weizen verwachsen ineinander. Mit diesem Wissen verwundert die Ansage des Evangeliums nicht: „Ja nichts ausreißen! Beides wachsen lassen bis zur Ernte! Auseinander sortieren also erst dann, wenn der Unterschied eindeutig klar ist. Sonst geht (zu) viel Gutes unnötig mit verloren.“

Das Evangelium ist ein Plädoyer gegen vorschnelle und unüberlegte Entscheidungen. Stattdessen: abwägen, die Folgen und Risiken bedenken,… um dann eine vernünftige Entscheidung treffen zu können. Was im Kleinen eingeübt wird, bewährt sich im Großen. Das Evangelium ist auch ein Plädoyer für Geduld und Warten können: Nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob etwas gut oder schlecht ist. Manchmal braucht es Zeit, bis die Früchte erkennbar sind. Dann ist Gelegenheit zu sortieren. Das gilt auch für uns Menschen, unseren Charakter, Eigenschaften an uns. Keiner von hat nur gute oder nur schlechte Seiten. Und manchmal ist es ja sogar so, dass Stärken und Schwächen sich bedingen. Dass die Kehrseite einer (alten) Schwäche eine (neue) Stärke wird. Aber das geht meistens nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit, Geduld, Vertrauen… und einen liebevollen Blick. Aus manch „hässlichem Entlein“ ist noch ein „schöner Schwan“ geworden.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine erholsame Ferien- und Urlaubszeit. Gelassenheit, Geduld und Humor, wenn sich die „Unkräuter“ bemerkbar machen – die vermeintlichen und die tatsächlichen, die im eigenen Garten und die der Anderen.

Ihr Matthias Hammele, Vikar

 

 


 

 

 

Apostelgeschichte in 50+1 Tag (ab Pfingsten)

Hier finden Sie den Leseplan für das Projekt "Apostelgeschichte in 50+1 Tag"

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